Follower und Freunde haben es heute mitbekommen, als auf Basic Thinking der Artikel “Vom Techbloggen in Deutschland leben: Ein Beispiel” online ging und am Beginn des Artikels meine Wenigkeit zu sehen war. Prinzipiell geht es darum, dass man als Techblogger oder überhaupt Blogger auch sein Leben finanzieren kann. Ob man eine vierköpfige Familie mal davon ernähren kann weiß ich nicht, zumindest bin ich auf dem Weg mich alleine finanzieren zu können, vom Bloggen.
Eine der ersten Fragen war natürlich wieder wie so oft, wie viel Geld ich denn so verdiene und über welche Mittel. Hauptsächlich verdiene ich mein Geld mit Amazon und Adsense, doch wie viel genau werde ich nicht verraten, das weiß nur mein Steuertyp und die Finanzämter. Dafür gibt es auch einen ganz bestimmten Grund, nämlich die deutsche Gesellschaft an sich, da man prinzipiell einen Stempel aufgedrückt bekommt wenn man über sein Geld redet und dabei spielte keine Rolle ob es “viel” oder “wenig” ist. Ein weiteres Problem ist in meinen Augen, dass man sich zuviel an anderen Zahlen versucht zu orientieren. Würden jetzt alle “großen” und bekannten Techblogger ihre Zahlen offen legen, wüsste ich wohl nicht mehr wo oben und unten ist, woran man sich orientieren kann, was ich ja eigentlich nicht will und wie viel nun letztlich der “optimale” Gewinn ist. In meinen Augen verdiene ich genau die richtige Menge an Geld, wenn ich davon mein Leben finanzieren kann, wozu ja letztlich die Arbeit in seiner Grundform auch dienen sollte.
Verdiene ich also nun 1000 Euro im Monat und dies reicht für mich vollkommen aus, sehe dann aber dass der andere Typ mit den gleichen Besucherzahlen das Doppelte verdient, wäre ich automatisch unzufrieden und würde mich selbst bzw. meine Arbeitsweise hinterfragen. Versteht mich nicht falsch, natürlich sollte man durchweg versuchen sich und seine Arbeit zu optimieren, doch es ist schlichtweg deprimierend wenn andere für die gleiche Arbeit mehr bekommen. Und eigentlich habe ich ja keinen Grund deprimiert zu sein, da ich ja gut von meinem verdienten Geld leben kann.
Prinzipiell ist gegen mehr Transparenz nichts einzuwenden, doch dann lieber so, dass man offen legt wie man Geld verdient und seine “Methoden” darlegt und nicht wie viel Geld man am Ende auf dem Konto hat. Ich selbst hab noch nie was davon gehabt, dass ich wusste wie viel der andere verdient, denn das hat meine Einnahmen nicht gesteigert. Wenn ich aber erfolgreich mit meiner Arbeit bin und offen lege warum das so ist, ist anderen weit mehr geholfen. Natürlich muss man dafür den Wille haben andere zu unterstützen, immerhin profitieren wir alle (Blogger mit Gewinnerzielungsabsicht) von einer stärkeren Bloglandschaft und wir müssen ja deswegen nicht jeden Abend miteinander verbringen oder uns liebkosen. Amen.
